F+r 47 % der Generation Z ist das Sofortbild ideal für besondere Momentaufnahmen

Bei Gen Z steht das Sofortbild hoch im Kurs

Eine Studie befragte 2000 junge Menschen der Generation Z im Alter zwischen 16 und 29 Jahren. Die Teilnehmer bevorzugen Sofortbildfotos noch vor klassischen Fotos. FUJIFILM instax gab die Befragung in Auftrag. Für besondere Erinnerungen greift die digitalaffine Generation Z also oft zum Sofortbild. Klassische Fotoabzüge folgen dahinter. Die Umfrage zeigt außerdem: Die jungen Menschen fangen spontane, ungestellte Momente sehr gern mit Sofortbildern ein. Diese liegen dabei sogar knapp vor den immer verfügbaren digitalen Fotos auf dem Handy. Was bedeutet das für FineArt-Printing, fragt sich Hermann Will.

Die Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey aus dem Juli 2026 zeigt interessante Ergebnisse. 47 Prozent der befragten 18- bis 29-Jährigen in Deutschland verbinden besondere Momentaufnahmen am ehesten mit Sofortbildern. 31 Prozent bevorzugen digitale Bilder vom Smartphone. Lediglich 15 Prozent nennen klassische Fotoabzüge. KI-generierte Bilder spielen mit 5 Prozent eine kleine Rolle. Die Autoren der Studie schreiben dazu: „Die Ergebnisse zeigen einen bemerkenswerten Kontrast: Ausgerechnet eine Generation, die selbstverständlich mit digitalen Technologien und künstlich erzeugten Bildern umgeht, verbindet besondere Momente vor allem mit Bildern, die tatsächlich im Augenblick entstehen.“

Ähnliche Ergebnisse liefert die Frage nach spontanen, ungestellten Momenten. Hier ist das Sofortbild mit 43 Prozent ebenfalls der Favorit. Digitale Fotos folgen dicht dahinter mit 42 Prozent. Beide liegen weit vor klassischen Fotoabzügen (8 Prozent), die zunächst ausgewählt und ausgedruckt werden müssen.

Beim emotionalen Erinnerungswert punkten haptische Bilder insgesamt: Klassische Fotoabzüge (38 Prozent) und Sofortbilder (34 Prozent) werden klar den digitalen Bildern vorgezogen (23 Prozent). Das Sofortbild ist die einzige Fotoart, die in allen drei abgefragten Kategorien – besondere Momentaufnahmen, emotionaler Erinnerungswert und Spontanität – am häufigsten oder zweithäufigsten genannt wird.

Erinnerungen zum Anfassen

Für 48 Prozent der Befragten liegt der besondere Reiz von Sofortbildkameras darin, Erinnerungen greifbar zu machen. 47 Prozent nutzen die Kameras, um spontane Momente festzuhalten. Jeweils etwa 43 Prozent der Teilnehmer geben die Bilder gerne direkt als Geschenk weiter. Zudem schätzen 40 Prozent die Entstehung eines Einzelstücks und den nostalgischen Charakter der Fotos.

Die Ergebnisse zeigen, dass ausgerechnet die digitalaffine Gen Z bei ihren wichtigsten Erinnerungen etwas Greifbares sucht“, sagt Stephan Althoff vo Fujifilm. „Das bricht mit dem gängigen Klischee einer Generation, die Erlebnisse nur über Smartphone, Feed und Cloud festhält und zeigt, wie stark der Wunsch nach echten, spontanen und physischen Momenten gerade unter jungen Menschen ist. In einer Zeit, in der KI Bilder innerhalb von Sekunden erzeugen, verändern und scheinbar perfekte Momente erschaffen kann, bekommt das echte Sofortbild eine neue Bedeutung: Es steht für einen Moment, der tatsächlich so passiert ist. Das Bild entsteht im Hier und Jetzt – mit all seinen kleinen Unvollkommenheiten und genau deshalb mit seinem ganz eigenen Charakter.“

Sofortbild fest im sozialen Leben verankert

Die Gen Z schätzt Sofortbilder und nutzt sie aktiv. Das zeigt die breite Verankerung im sozialen Alltag. Rund die Hälfte der Befragten greift auf Partys, bei Familienfeiern oder bei Treffen mit Freunden zur Sofortbildkamera. Auch auf Reisen und Hochzeiten fotografieren viele Menschen damit.

https://www.fujifilm-instax.de/

Kommentar:

Ob Sofortbild oder Print – mit Händen zu begreifen.

Untersuchungen zeigen: Junge Menschen der Gen Z nutzen soziale Medien bis zu zehn Stunden am Tag. Gleichzeitig leiden diese Jugendlichen öfter an Einsamkeit und Ängsten als frühere Generationen.

Die Generation Z sagt viel über sich selbst. Die Jugendtrendstudie 2026 beschreibt ihre Vorlieben: zu Hause bleiben, Tee trinken statt Partys feiern, Selfcare, Digital Detox und kleine Freuden zelebrieren. Dabei zeigt sich ein klares Bild. Das Wahre und Echte zählt für diese jungen Menschen. Das spektakuläre Action-Reel auf irgendwelchen Online-Plattformen tritt in den Hintergrund.

Frauen und Männer der Generation Z denken vermutlich stärker als frühere Generationen über ihre Lebenszeit nach. Sie erkennen: Das Leben ist zu kurz. Deshalb kümmern sie sich nicht mehr ausschließlich um den beruflichen Erfolg, wie ihre Eltern es vorlebten. Diese Einstellung zeigt sich auch bei der Bewertung von Fotos. Die Ergebnisse der Untersuchung erfreuen sehr. Die jungen Menschen bevorzugen das haptische Foto deutlich gegenüber dem digitalen Bild auf dem Display. 38 Prozent wählen den Print und 34 Prozent das Sofortbild. Nur 23 Prozent entscheiden sich für das digitale Foto. Ein Bild mit den Händen zu begreifen, gehört fest zur Kulturgeschichte des Menschen. Zudem baut das gedruckte Foto für die meisten Menschen eine sinnliche Brücke zu dem abgebildeten Ereignis.

Können wir daraus schließen, dass junge Menschen wieder stärker an Prints interessiert sind? Begeistern wir die Gen Z vielleicht sogar für FineArtPrinting und das Gefühl, ein echtes Bild in den Händen zu halten? Viele junge Leute entfliehen heute der ständigen digitalen Reizüberflutung. Deshalb ist die Fotografie ein spannendes Hobby für sie. Wir gewinnen sie jedoch nur als Käufer für digitale Kameras, Drucker und Medien, wenn wir mehr für junge Konsumenten tun, als in den vergangenen Jahren des digitalen Kaufrausches. Wie war das noch vor mehr als 25 Jahren? Damals boten Gymnasien Arbeitsgruppen für Fotografie mit einem Kurs in der Dunkelkammer an. Solche Projekte helfen dem Markt auf jeden Fall. Ob mit Dunkelkammer oder mit Drucker: Sie begeistern junge Menschen für das schönste Hobby der Welt. Ganz nebenbei entwickeln sie den Markt weiter.

Ob Sofortbild oder Print: Das Bedürfnis, emotionale Erinnerungen als echtes Bild und nicht nur als Datei zu besitzen, weckt große Hoffnung. Es wird Zeit, dass sich Branchenvertreter darüber mal mehr Gedanken machen, als in der Vergangenheit.
Hermann Will